100. Jahrestag: Dahinten hält Erzbergers Friedensrede

100. Jahrestag: Dahinten hält Erzbergers Friedensrede

Vor genau 100 Jahren – der Erste Weltkrieg war 1917 noch in vollem Gange – forderte der Biberacher Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger in einer politisch brisanten Rede im Kronensaal in Biberach für viele überraschend einen Verständigungsfrieden und stellte sich damit mutig gegen den herrschenden Zeitgeist. Von Dr. Alfred Siegel.

Es ging ihm darum, für Deutschland eine große Katastrophe abzuwenden. Wie begründete der prominente Zentrumspolitiker, der einst noch Krieg und Eroberungen befürwortet hatte, seine spektakuläre Wende, die er schon mit der von ihm veranlassten Friedensresolution des Deutschen Reichstages hatte erkennen lassen? Gunther Dahinten trägt Erzbergers große Biberacher Rede, die sogar in Berlin Aufsehen erregte, am Sonntag den 17. September, 18 Uhr in der Volkshochschule Biberach (Raum 25) im Originaltext vor. Die Rede vermittelt einen authentischen Eindruck von der damaligen dramatischen Zeitsituation. Eingeleitet und historisch kommentiert wird der Redevortrag in Erinnerung an das denkwürdige Ereignis in Biberach vor hundert Jahren durch Dr. Alfons Siegel. Der für alle Interessierten offene Abend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Volkshochschule und Erzberger-Initiative. – Eintritt frei.