Baraonda Meridionale aus Asti begeistert in Warthausen

Baraonda Meridionale aus Asti begeistert in Warthausen

Zu einem echten Dorffest geriet das erste „Passarellis Sommerfest Warthausen“. Bei besten Festwetter und kurzweiligem Programm unterhielten sich mehrere hundert Besucher bestens rund um das Ristorante im Ortszentrum. Von Hans-Bernd Sick.

Schon der Musikverein Warthausen, der in kleiner Besetzung zum Frühschoppen aufspielte, lockte mit seinen Weisen zahlreiche Besucher auf die Terrasse und trug zur richtig guten Sommerfestlaune bei, die von Anbeginn herrschte.
Offiziell eröffnet wurde das deutsch-italienische Sommerfest durch den Fassanstich durch Bürgermeister Wolfgang Jautz. Obwohl laut eigenem Bekunden ungeübt in dieser Aufgabe, löste er die Aufgabe mit drei gezielten Schlägen souverän. Das von der Brauerei Meckatzer gestiftete Fassbier fand dann auch erwartungsgemäß bei den Besuchern guten Absatz. Guten Absatz fanden auch die leckeren Speisen aus der Küche des Ristorante, die von dem schier unermüdlich arbeitenden Serviceteam den ganzen Tag über serviert wurden.

In den Nachmittagsstunden fesselte der Magier und Mentalist Marco Miele das Publikum. Er verblüffte bei seiner Show mit Tricks und mentalen Fertigkeiten, die trotz seinen Erläuterungen schier unglaublich erschienen. Marco Miele zog nach seiner Bühnenshow von Tisch zu Tisch und versetzte dabei alle, von den Kindern bis hin zu den Erwachsenen, in ungläubiges Staunen. Erstaunen rief auch der Koch des Hauses, Giuseppe Passarelli mit seinen geschnitzten Melonen hervor, die er auf der Terrasse präsentierte; kunstvoll und fingerfertig hat er Wassermelonen in filigrane Blumen verwandelt.

Ab dem späten Nachmittag spielte das Quintett Baraonda Meridionale aus der Umgebung von Biberachs italienischer Partnerstadt Asti auf. Die 5 Musiker begeisterten mit ihrem süditalienischen, temperamentvollen Folk. Über knapp 5 Stunden dauerte letztlich der Auftritt und die Reise durch Süditalien mit Tarantelle, Pizzica, Scotis und Tammuriata. Die mit akustischen Instrumenten, darunter traditionelle, nur regional verbreitete Flöten, oder der dreisaitigen kalabrischen Lira vorgetragenen Lieder erzählen von historischen Ereignissen, aus dem Alltagsleben der Landbevölkerung und natürlich über die Liebe. Die Rhythmen luden zum Mitklatschen ein, und in der letzten halben Stunde wagten sich dann auch doch noch einige Besucher als auch die Gastgeber auf die Tänzfläche. Für die Folkgruppe Baraonda Meridionale war es der allererste Auftritt in Deutschland, und sie waren vor allem von einem überrascht, von der herzlichen Aufnahme und der Gastfreundschaft, die sie nicht nur von der Familie Passarelli erfuhren, sondern auch durch die Reaktion des deutschen Publikums beim Konzert, und vor allem auch bei den zahlreichen Gesprächen in den Pausen und im Anschluss an den grandiosen Auftritt. Wieder einmal ein Beleg, wie durch Städtepartnerschaften Vorurteile abgebaut werden und neue Freundschaften entstehen können.

Foto: Hans-Bernd Sick