Ein wunderbarer, italienisch angehauchter Abend im Stadtteilhaus

Ein wunderbarer, italienisch angehauchter Abend im Stadtteilhaus

Autobuskers aus Asti begeistern im gut besuchten M-Pire. Text und Foto: Hans-Bernd Sick.

Mit mehr oder weniger alten, vorwiegend italienischen Schlager heizte das Quartett Autobuskers bei der Vor-Silvester-Party im sehr gut besuchten M-Pire ein. Die vier jungen Herren aus Biberachs italienischer Partnerstadt Asti boten auch dem deutschen Publikum größtenteils bekannten Songs in überraschendem Gewande an. Im 4/4-Twistthythmus legte das Quartett los, um in diesem ungewohnten Takt Luigi Tencos schnulzigen Hit „Se stasera sono qui“ aus den 1960er-Jahren zu präsentieren, aufgelockert mit einigen Takten aus Pat Boones „Speedy Gonzales“. Dann ging ein Song richtig metalic-rockig los, unterlegt mit einer kraftvoll treibenden Basslinie, um sich dann als total verrockte Version von Al Banos Superhit „Felicita“ zu entpuppen – Lachen und Rufe beim Publikum belegte die Wiedererkennung, aber auch die Anerkennung für diesen erfrischenden Autobuskers-Stil.

Prägend für den Sound und die gute Stimmung war Frontman Davide “Tuo-Costa” Costantini, der mit seiner tollen Stimme überzeugte, die Songs gekonnt und mit viel Leidenschaft intonierte. Aber auch über den ganzen Abend hinweg das Publikum ansprach und mit einbezog, immer mal wieder den Schellenring an eine Person aus dem Publikum übergab, und natürlich zum Mitklatschen und Mitsingen animierte. Das Publikum folgte ihm bereitwillig und machte gut und gerne mit. So gelang es den Autobuskers beim Medley von „Fuori dal tunnel“ und „Hit the road Jack“, beide Songs zu vermischen – das Publikum intonierte „Hit the road Jack“, während Davide den italienischen Song darüber legte. Davide zur Seite stand kongenial Gitarrist Paolino Penna, der sich nebenbei auch für den guten Sound verantwortlich zeichnete. Er verlieh einem im Stil von Johnny Cash intonierten Battista-Song den charakteristischen Country Sound, er rockte und entlockte seinem Instrument zudem einen folkigen Klang.

Bei dem auch im Original rockigen „La mia banda suona il rock“ von Ivano Fossati griff Paolino zur akustischen Bouzouki. Eben weil, so erläuterte Davide, die Bouzouki nicht wirklich ein Rockinstrument ist. Aber Paolino Penne gelang es mühelos, auch mit der Bouzouki als rockiges Solo- wie auch Rhythmusinstrument zu überzeugen. Bestens unterstützt wurden die beiden durch die treibende Rhythmussektion mit Umberto Parodi am Bass und Drummer Luca “Fiullo” Fiorio. Sie sorgten mühelos für die erwarteten aber auch die unerwarteten Rhythmen und verwandelten beispielsweise Carosones „‘O saracino“ spielend in einen Kasatschok. Der gelungene Abend endete -weil das auch in Italien typisch für eine gelungene Silvesterparty ist- mit einer Polonaise durch das M-Pire, bei der sich viele der Gäste bestens gelaunt einreihten.

Dem Publikum bereitete der Abend sichtlich große Freude, und auch die Musiker genossen den Abend in ihrer deutschen Partnerstadt. Ebenso war dem Organisationsteam vom Stadtteilhaus um Lothar Schiro, die bei dieser Veranstaltung vom Asti-Ausschuss im Städte Partner Biberach e.V. unterstützt wurden, anzusehen, dass sie mit dieser rundum tollen Veranstaltung äußerst zufrieden waren.