Guernsey laufenderweise

Irmgard und Stefan Rasser haben die Insel Guernsey zwischen dem 7. und 15. September 2017 in zwei Abschnitten „erlaufen“. Hier berichten die beiden über ihren Lauf.

Guernsey_LaufZu diesem Insellauf hatte uns Richard Friedrich eingeladen, ein deutscher Marathonläufer aus Bayern mit einer Bestzeit von 2:19 h, der heute mit seiner Familie im Westen der Insel lebt und als „Air Traffic Controller“ für den Guernsey Airport arbeitet. In einer guten Stunde zeigte er uns laufenderweise den südlichen Teil der Insel mit seinen schönen Parks und den vielen interessanten und auch historisch bedeutenden Plätzen und Bauwerken.

Start und Ziel war der Cambridge Park oberhalb der Inselhauptstadt St. Peter Port. Vorbei am Guernsey Museum und Candie Gardens liefen wir hinunter zum Hafen und mit Gegenwind von dort entlang der Havelet Bay zum Leuchtturm mit Blick auf Castle Cornet. Weiter am Hafen entlang bis zum Underground Military Museum La Valette und dem Guernsey Aquarium. Dann bergauf, entlang einer Steinmauer, die an ein Stück „Chinesische Mauer“ erinnerte, zur Clarence Battery. Vor uns alte, schwere Kanonen und ein atemberaubender Blick auf das blaue Meer. Zurück zum Start ging es über Havelet, Town Church und die Altstadt von St. Peter Port mit seinen vielen engen und verwinkelten Gassen, kleinen Häusern mit romantischen Gärten. Hier und da auch ein herrschaftliches Gebäude. Weiter oben das Elizabeth College, das altehrwürdige Government Hotel, dann noch zum Victoria Tower und schließlich, nach rund 8 km, drehten wir zusätzlich zwei lockere Runden im Cambridge Park, freuten uns auf die anschließende Dusche und das umfangreiche, kohlehydrathaltige Frühstück.

Diesen Lauf kann jeder ambitionierte Jogger nach einer guten Vorbereitung und dem Stadtplan in der Hand durchaus alleine oder in einer kleinen Gruppe unternehmen.

Für die zweite Etappe mit rund 30 km nahmen wir teilweise den Service der Insel Bus-Company in Anspruch. Ein paar Kilometer entlang der östlichen wunderschönen Küstenstraße über Bordeaux Harbour fahrend, legten wir mehrere Stopps ein und schauten uns in Pembroke Bay und Cobo Bay per pedes die abwechslungsreiche Landschaft entlang der Meeresküste und die kleinen Städtchen an. Die Zeit für ein Doppel-Espresso „Doping“ nahmen wir uns allerdings auch.

Vorbei am German Occupation Museum drehten wir eine Runde im Park von Sausmarez Manor. Dieses prachtvolle Herrenhaus mit dem sehr großen tropischen Garten und zahlreichen Skulpturen ist gepflegt und wirklich sehenswert. Zum Schluss der Deutsche Soldatenfriedhof, und für den Endspurt ging es dann die letzten 1,142 Meter vom Hafen wieder hinauf zum Cambridge Park.

Foto: privat