Stadtplan für Flüchtlinge in Biberach

Stadtplan für Flüchtlinge in Biberach

(bma) – Das Integrationsbüro der Stadt Biberach hat in Zusammenarbeit mit dem Projekt IKÖ³ des CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) in Biberach einen interkulturellen Stadtplan für neu nach Biberach gezogene Personen entwickelt.

Stadtplan interaktiv
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IKÖ bedeutet Interkulturelle Öffnung und bezeichnet Maßnahmen einer Institution oder eines Unternehmens, um allen Menschen – mit und ohne Zuwanderungsgeschichte – den Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen der jeweiligen Einrichtung zu erleichtern. Insbesondere wenn Menschen neu in eine Stadt kommen, dauert es oft lang, bis sie sich in der Fülle der unterschiedlichen Beratungsangebote und den jeweiligen Gebäuden zurechtfinden, egal welche Sprache sie sprechen.

Die Idee des Stadtplanes ist es, mit Hilfe von Piktogrammen und Übersetzungen in verschiedene Sprachen, schnell einen Überblick zu wichtigen Anlaufstellen zu bekommen. Neu in Biberach lebende Personen können sich damit unterstützt in elf Sprachen – Albanisch, Arabisch, Deutsch, Französisch, Persisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Englisch – über die Adressen von Ämtern, Beratungsstellen und Sprachkursträgern informieren. Des Weiteren werden Anlaufstellen aus den Bereichen medizinische Versorgung und Freizeit genannt.
Die gedruckte Version des Plans wird gleichzeitig im Internet mit Google Maps veröffentlicht. Dabei sind die im Flyer vertretenen Institutionen mit ihren Homepages für nähere Informationen verlinkt.

Die Erstellung des Stadtplans wurde unterstützt durch eine Spende der Adventskalenderaktion 2016 der Kreissparkasse Biberach und gestaltet durch das Grafikbüro süddesign. Verwendet wurde dazu eine frei verfügbare Vorlage von ‚Just Map it‘, einem älteren interkulturellen Projekt aus Mainz.

Als einfach einzusetzendes Angebot, das durch die Piktogramme den Bedürfnissen aller neu Zugezogenen entspricht, trägt der Stadtplan zur Stärkung der Willkommenskultur in Biberach bei. Der Stadtplan ist zunächst in einer Auflage von 7500 Stück erschienen und kann über das Büro der Integrationsbeauftragten bezogen werden. Die Vorlage kann bei Interesse auch von anderen Städten im Landkreis Biberach überarbeitet werden.

Weitere Informationen unter: https://biberach-riss.de/integration und im Ordnungsamt bei der städtischen Integrationsbeauftragten Martina Eisele, Hindenburgstraße 29, Telefon 51-370, M.Eisele (at) Biberach-Riss.de.

Foto (Stadt Biberach): Die städtische Integrationsbeauftragte Martina Eisele (rechts), ihre Mitarbeiterin Ute Baumeister (links), Bettina Bräuninger vom (CJD) und Oberbürgermeister Norbert Zeidler präsentieren den interkulturellen Stadtplan für Biberach.