WEHWALT trifft WIELAND

WEHWALT trifft WIELAND

Ein moderner Bühnendichter schöpft aus der Gedankenwelt des großen Biberacher Dichters. Die Wieland-Gesellschaft e.V. lädt in Kooperation mit Tobias Meinhold vom KultuReservoir am Freitag 13. Oktober den bekannten Berliner Sprachpoeten und Meister des Poetry-Slams Wehwalt Koslovsky ins Museum Biberach ein.

13. Oktober 2017 im Museum Biberach. Beginn 20:00 Uhr, Einlass 19:15 Uhr
Vorverkauf: 8,- €/ 6,- € ermäßigt
Vorverkauf bei der Stadtbuchhandlung und Leder Ehrlich
Tickets online (Reservierung) www.kultureservoir.com
Abendkassse: 10,- €/ 8,- ermäßigt

Die Idee dahinter ist, Wieland einmal völlig losgelöst und aus der Perspektive eines modernen Bühnendichters zu beleuchten. Hierfür schöpft Koslovsky aus der Gedankenwelt des großen Biberacher Dichters Christoph Martin Wieland und blickt reflektierend auf sein Leben und Werk – er vermischt und arrangiert bekannte Texte neu, er rezitiert und gibt zudem auch eigene Texte aus seinem Repertoire zum Besten. Koslovsky begibt sich somit auf eine Entdeckungsreise durch den Wielandschen Kosmos, auf der Suche nach dem Zauber der Metamorphose – vom Anti-Ovid zum Liebesgott – und begegnet dem Klassiker dabei nicht nur inhaltlich, sondern wagt auch einen Blick auf die Verlockungen des Spiels mit den Formen.

So steht’s im Buch der Bücher schon.
Und blüht am End der Freiheit Glück,
Dann ward die Tat des Wortes Lohn.“

Wenn dieses Wort zur Tat wird, dann ist Wehwalt Koslovsky meist nicht weit. Der gebürtig vom Niederrhein stammende Wahlhamburger gehört zu den faszinierendsten Persönlichkeiten, die der deutschsprachige Bühnen- bzw. Live-Literaturbetrieb in den letzten 25 Jahren hervorgebracht hat. Koslovsky, seines Zeichens Dichter und Rezitator, zählt zu den Pionieren der europäischen Poetry-Slam-Bewegung, die er – vor allem in Deutschland und der Schweiz – 20 Jahre lang nachhaltig geprägt hat. Wer einmal live miterlebt hat, wie Koslovsky auf der Bühne heiß läuft, weiß, warum seine Rezitationen als legendär verrufen sind. Durch und durch virtuos im Sprechen und Spielen, orchestriert er – einmal in seinem Element – aberwitzige Sprachbildergeschichten mit der Energie des Augenblicks in Momente ausgiebiger Leichtigkeit, an die man sich lang und gern erinnert. Der gelegentlich als Formfetischist verspottete Sprachästhet, der sich selbst „irgendwo zwischen Barock, Dada und Gegenwart“ verortet, hat mit seinem Schaffen dazu beigetragen, dass der Reim in der Gegenwartsdichtung wieder salonfähig geworden ist.

WtrifftWielandDieser mutige „Clash“ zweier Dichter aus so unterschiedlichen Epochen ist die Fortsetzung einer Reihe, das literarische Werk von Wieland einem möglichst großen Kreis von Menschen bekannt und auch einem jüngeren Publikum zugänglich zu machen. Bereits im September vergangenen Jahres veranstaltete die Wieland-Gesellschaft mit dem KultuReservoir den Schüler Poetry Slam, bei dem wortgewandte Biberacher Jugendliche gegeneinander antraten und um die Poetenkrone wetteiferten. Karten für „Wehwalt trifft Wieland“ gibt es ab dem 06. September im Vorverkauf in der Stadtbuchhandlung und bei Leder Ehrlich. Online können Tickets über info@kultureservoir.com reserviert werden.

Infos auch auf www.wieland-gesellschaft.org